Volles Haus, starke Musik und bewegende Ehrungen bei der Frühjahrsfeier 2026

Die Frühjahrsfeier 2026 des Musikvereins Nehren war ein Abend, der vielen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Schon beim Blick in die voll besetzte Musikantenscheune war klar: Hier kommt einiges zusammen – Musik, Gemeinschaft und ganz viel Herzblut.

Eröffnet wurde der Abend vom Jugendorchester unter der musikalischen Leitung von Marian Saur. Mit „The Groovemeister“ und „Let it Go“ aus dem Film Frozen gelang den jungen Musikerinnen und Musikern ein frischer, schwungvoller und sehr gelungener Auftakt. Besonders schön war dabei nicht nur die Musik selbst, sondern auch die Art der Präsentation: Die Moderation der Stücke übernahmen die jungen Musikerinnen und Musiker selbst. Das verlieh dem Auftritt eine persönliche, lebendige und sehr sympathische Note.

Im Anschluss bekam das Jugendorchester Unterstützung von der Erwachsenenbläserklasse des Musikvereins Nehren. Gemeinsam standen sie bei „Tequila“, „You’ll Be in My Heart“ und „The Bare Necessities“ auf der Bühne und sorgten für beste Stimmung im Saal. Dass dieser Konzertblock gefühlt viel zu schnell vorbei war, sprach eigentlich schon für sich. Und weil die Begeisterung des Publikums deutlich zu spüren war, durfte eine weitere Zugabe nicht fehlen. Noch einmal erklang „You’ll Be in My Heart“. Die Anmoderation dazu brachte die Stimmung des Abends besonders schön auf den Punkt: „Liebes Publikum, Euch gehört unser Herz. Danke für Euren Besuch, Euren Applaus und viel Spaß mit dem Hauptorchester, was danach folgt.“

Nach der Pause übernahm das Hauptorchester des Musikvereins Nehren unter der musikalischen Leitung von Benedikt Nill die Bühne und zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig Blasmusik heute klingen kann. Das Programm reichte von „Hells Bells“ über „Metal!“, „Don’t Stop Believin’“ und „The Sound of Silence“ bis hin zu „Die Sonne geht auf“, „The Story“, „Baby Elephant Walk“ und „Anna Polka“. Ein ganz besonderer Reiz lag dabei in der Besetzung bei den rockigen Titeln: Mit zwei E-Gitarren und einem E-Bass bekam das Orchester einen satten, kraftvollen Sound, der für einen richtig starken Konzertmoment sorgte. Für viele im Saal war genau das eine der großen Überraschungen des Abends.

Einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass dieser Konzertteil nicht nur musikalisch, sondern auch atmosphärisch so gut funktionierte, hatte die Moderation von Dagmar Nill, der Mutter des Dirigenten. Sie führte sehr wortgewandt, spannend und mit viel Charme durch das Programm. Mit kleinen Anekdoten aus dem Probenalltag, passenden Hintergründen zu den Stücken und einer kurzweiligen, mitreißenden Art gelang es ihr immer wieder, das Publikum mitzunehmen und eine schöne Verbindung zwischen Bühne und Saal zu schaffen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Mitglieder. Für ihre langjährige Verbundenheit und ihr Engagement für den Musikverein Nehren konnten zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet werden. Für 10-jährige aktive Tätigkeit wurde Jil Bopp geehrt. Für 10-jährige fördernde Mitgliedschaft wurden Egon Betz und Karin Betz-Oberhauser ausgezeichnet. Für 20-jährige fördernde Mitgliedschaft wurden Christoph Baumbach, Monika Klett, Albert Neth, Monika Nill, Roland Nill und Heidrun Wermter geehrt. Eine Ehrennadel in Gold mit Diamant für 40-jährige aktive Tätigkeit erhielt Annette Dieter. Für 40-jährige fördernde Mitgliedschaft wurde Werner Nill ausgezeichnet. Für 70-jährige fördernde Mitgliedschaft wurde Gisela Luisoder geehrt. Für ihr langjähriges ehrenamtliches Wirken im Verein wurden Pia Plaz für 15 Jahre Tätigkeit als Schriftführerin und Thomas Steimle für 30 Jahre Tätigkeit als Kassier besonders gewürdigt.

Der emotionalste Moment des Abends folgte mit der Ernennung von Karl-Heinz Nill zum Ehrenvorstand des Musikvereins Nehren. Für diese besondere Ehrung wurde eine Laudatio gewählt, die kaum passender hätte sein können. Ausgangspunkt war ein Wort, das Karl-Heinz Nill selbst wie kaum ein anderer geprägt hat und das wohl viele im Verein sofort mit ihm verbinden: „Hammer“. Genau daraus entstand die Idee, seine Laudatio daran aufzuhängen. Und schnell wurde klar: Dieses Wort ist bei ihm nicht einfach nur eine Redewendung. Es steht sinnbildlich für einen Menschen, der den Musikverein Nehren über Jahrzehnte mitgeprägt, getragen und zusammengehalten hat.

In der Laudatio wurde Karl-Heinz Nill deshalb nicht nur als „Hammer“, sondern als ganzer „Werkzeugkasten“ beschrieben – als herzlich, ambitioniert, mitreißend, engagiert und als echtes Rückgrat des Vereins. Gewürdigt wurden sein prägender Einsatz für die Musikantenscheune, seine Ausdauer, sein Organisationstalent, seine Verlässlichkeit und seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen und den Verein über Generationen hinweg mitzugestalten. Die Bilder und Geschichten aus der Rede machten spürbar, dass hier nicht einfach ein Amt oder langjähriger Einsatz geehrt wurde, sondern ein echtes Lebenswerk. 

Dass diese Ehrung Karl-Heinz Nill tief berührte, war im Saal deutlich zu spüren. Sichtlich zu Tränen gerührt nahm er die Auszeichnung entgegen. Spätestens in diesem Moment wurde allen Anwesenden bewusst, wie viel Herz, Zeit, Kraft und Persönlichkeit in diesem jahrzehntelangen Engagement stecken. Als er schließlich offiziell zum Ehrenvorstand ernannt wurde, erhoben sich Orchester und Publikum zu stehenden Ovationen. Dieser Augenblick war bewegend, ehrlich und voller Dankbarkeit. Für den Musikverein Nehren war es eine ganz besondere Ehre, dieses außergewöhnliche Lebenswerk in einem so feierlichen Rahmen würdigen zu dürfen.

Die Frühjahrsfeier 2026 war damit weit mehr als ein Konzertabend. Sie war ein Abend voller Musik, Gemeinschaft, Anerkennung und echter Begeisterung.